Diese Reiseroute fordert viel. Das Erleben der Naturschönheiten, die Konfrontation mit Situationen, die Menschen mit ihren Traditionen und Gebräuchen, die orientalische Intensität – und leider, das allgegenwärtige Müll-Chaos. Alles ist anders, alles ist fremdartiger.
Mein Ich-System wird getriggert, so als ob die letzten vertrockneten Ablagerungen schon erlöster Konditionierungen angekratzt werden, um an die Oberfläche, ans Licht, schweben zu dürfen.
Die Beobachtung des denkenden Geistes führt in sehr subtile Gefilde….. schauen, wie er sich an Möglichkeiten klammert, die sich gegenseitig ausschließen, oder – wie vage er in den Widerstand geht und damit Konflikte einladen möchte.
Es ist ein üben darin, die Augen offen zu halten, während ich meine Erfahrungen annehme. Achtsam bleiben. Nicht einschlafen. Nicht vorgeben zu wissen, was irgendetwas bedeutet.
Ich bin mir gewahr, dass alles was mir vor Augen geführt wird, etwas ist, was ich glaube… und ich bin bereit in den Spiegel zu schauen.
Es ist eine Praxis, mich – meiner Erfahrung zu überlassen, sie nicht zu manipulieren, um Ergebnisse zu erreichen die sich das Ego wünscht.
Es ist ein beständiger Dialog zwischen meiner Erfahrung und meiner Interpretation der Erfahrung….
Das größte Hindernis zum Göttlichen, ist die Überzeugung, schon Bescheid zu wissen. Diese Überzeugung macht uns zum Gefangenen der subjektiven Interpretationen.
Wahrheit ist dann da, wenn man loslässt was man zu wissen glaubt, und sich dem überlässt – was IST. Es ist mehr ein Nichtwissen als ein Wissen, mehr ein Ausleeren als ein Füllen.